Inbetriebnahme und Abnahme

Wenn Kollektor mit dem Speicher verbunden ist und alle Bestandteile zusammengebaut sind, kann die Anlage in Betrieb genommen werden. 

Spülen der Anlage

Zuerst wird das ganze System gespült, da sich von der Installation sicher noch Schmutzreste und Lötmittel in den Leitungen befinden. 

Der Absperrhahn zwischen den KFE wird dazu geschlossen und an der obere an einen Wasserschlauch angeschlossen. Beim Spülen kann so über den unteren KFE das Wasser abfließen. 

Das Spülen sollte etwa 5-15 Minuten mit vollem Wasserdruck erfolgen. Durch Öffnen des Absperrhahns wird auch der restliche Teil gespült. Das Spülen sollte unbedingt solange erfolgen, wie noch Luft aus dem System austritt.

Füllen der Anlage mit Frostschutz

Der lebensmittelechte Frostschutz (33% des Gesamtvolumens der Anlage) wird beim oberen Füllhahn mit einer Bohrmaschinenpumpe oder ähnlichem eingedrückt und gleichzeitig die entsprechende Wassermenge durch den unteren Füllhahn abgelassen. Es wird über die Umwälzpumpe gefüllt, die zur Unterstützung der Bohrmaschinenpumpe auch eingeschaltet wird.

 

Einstellen des Anlagendrucks

Nachdem der letzte Liter eingebracht ist, wird der Füllhahn geschlossen und die zum Aufbau des gewünschten Anlagendrucks fehlende Restmenge von der Wasserleitung her eingepresst. Der Systemdruck sollte etwa 0,2 bar über dem hydrostatischen Druck liegen. (Auf dem Manometer lastende Wassersäule [1 m = 0,1 bar] + 0,2 bar).

Der Vorspanndruck des Ausdehnungsgefäßes sollte 0,2 bar unter dem errechneten Systemdruck liegen und kann nur im ausgebauten Gefäß korrekt eingestellt werden.

Kugelhahn für den Normalbetrieb öffnen.

Pumpe zur Durchmischung einige Stunden auf Dauerbetrieb stellen. Falls der Frostschutz erst im Winter eingebracht wird, sollte er bereits vorverdünnt eingepumpt werden.

Abnahme

Auf Anfrage führt der Solarverein eine Abnahme gegen Aufwandsentschädigung durch. Hier wird nochmals der korrekte Aufbau und die Funktion überprüft sowie wichtige Einstellparameter dokumentiert. Der Abnahmebericht wird mit der Endabrechnung versandt.

Eine anschließende Veröffentlichung im Solaratlas ist freiwillig.